Stille des Herzens

Stille des Herzens

LEONARD JAN WIT

Spüre kurz, wie Du sitzt.

Konzentriere Dich auf Deinen Atem.
Atme einige Male tief ein und aus.
Tief ein ‒ und lange aus.

Entspanne Deinen Körper.
Bei jedem Ausatmen versinkst Du weiter und tiefer in Dir.

Konzentriere Dich ganz auf Deine Atmung.

Richte langsam Deine Aufmerksamkeit, zusammen mit Deinem Atem, auf Dein Herz.

Spüre, wie Dein Atem durch Dein Herz fließt.

Es fühlt sich nun an, als ob Du durch Dein Herz atmen würdest.

Langsam ein und langsam aus ‒ durch Dein Herz.

Bringe das, was Du in diesem Moment als Dein SELBST empfindest, näher zu Deinem Atem.

Lasse den Abstand zwischen Deinem Selbst und Deinem Atem kleiner werden.

Lasse den Abstand noch etwas kleiner werden.

Werde eins mit dem Atem in Deinem Herzen.

Du bist der Atem.

Lausche mit Deinem Herzen.

Alles, was man sehen kann, ist ein Bild.
Und Bilder erscheinen auf der Wirklichkeit des Lebens.
Bilder erscheinen auf der Wirklichkeit wie ein Film auf einer Leinwand.
Bilder kommen und gehen, sie verändern sich ständig.
Die Leinwand jedoch bleibt unverändert.

Du bist nicht die Bilder:
Du bist nicht, was Du denkst.
Du bist nicht, was Du siehst.
Du bist nicht, was Du fühlst.
Du bist nicht, was Du hörst.
Du bist nicht, was Du schmeckst.
Das alles sind Bilder.

Du bist die Wirklichkeit, in der die Bilder erscheinen.
Du bist das unvergängliche Selbst, das immer schon da war.
Das Du immer sein wirst.
Außerhalb der Geburt, außerhalb des Todes, jenseits der Zweifel, jenseits der Meinungen, jenseits aller möglichen Gedanken in Deinem Geist.

Du stehst außerhalb von alledem.
Du bist absolute Freiheit.
Harmonie.
Du bist die Stille.
Die Stille Deines Herzens.

Ruhe in dieser Stille.

Nimm Dir Zeit für diese Meditation und sitze danach für mindestens zehn Minuten in Stille.